Sauerlandibus
Sauerlandibus = für alle Sauerländer                                       

 Nie wieder Krieg! Gedenken am Volkstrauertag

90-Minuten-Programm für 4. bis 6. Klassen

 Projektablauf

Heimatgeschichtlicher Bezug:

  • In vielen Dörfern und Städten unserer Heimat gibt es Denkmale, die 1. an die gefallenen Soldaten der Kriege erinnern und 2. zum Frieden mahnen sollen;
  • Am Volkstrauertag finden Gedenkveranstaltungen statt, die beide o. genannten Ziele ansprechen;
  • Die lange Friedensperiode in Europa seit 1945 darf uns nicht müde werden lassen, immer wieder den Frieden einzufordern.
  • Auf dem Friedhof in Siedlinghausen befindet sich ein Gräberfeld mit 20 schlichten Schieferkreuzen. Auf einigen Kreuzen stehen hier völlig ungewohnte Namen, auf einigen auch nur der Hinweis „unbekannter Soldat“. Auffallend aber ist, dass alle Kreuze die Jahreszahl 1945 angeben und dass die bestatteten Soldaten etwa 20 bis 30 Jahre alt geworden sind. Was ist hier geschehen?

 Geschichtlicher Hintergrund: Anfang April 1945 hatten zwei US-Armeen – eine von Norden und eine von Süden kommend – das Ruhrgebiet umzingelt, weil die großen deutschen Waffenschmieden dort lagen und noch immer von starken deutschen Einheiten verteidigt wurden. Die Amerikaner rückten von allen Seiten auf das Ruhrgebiet vor. Eine Einheit kam von Medebach-Brilon her über Winterberg-Niedersfeld und zog über Siedlinghausen in Richtung Bödefeld-Meschede. Weil die eingeschlossene deutsche Militärführung gerade hier den Kreis sprengen wollte, kam es in unserm Raum in den letzten Kriegstagen noch zu heftigen aber sinnlosen Kämpfen. Dabei starben viele deutsche Soldaten den sogenannten Heldentod. Sie konnten erst nach dem Weiterzug der Amerikaner von Siedlinghauser Bürgern (Fritz Klauke, Georg Pieper) aufgesucht und zuerst notdürftig auf dem Friedhof begraben werden.Später wurde für sie der Soldatenfriedhof mit den Schieferkreuzen angelegt. 

Programmablauf:

  • Wir gehen zuerst auf den Friedhof, betrachten die Soldatengräber und stellen die Frage: Was ist hier geschehen?
  • Die Schüler äußern ihr Wissen über das Ende des Zweiten Weltkrieges.

Der Lehrer gibt den geschichtlichen Hintergrund (s. o. und s. u. Allgemeine Hinweise, Medien) wieder. Das lässt sich anschaulich machen, weil man von hier aus das ganze Dorf vom Röbbeken bis zur Bödefelder Straße überblicken kann.

In den Heimatstuben

 Informiert ein kurzer Filmausschnitt (ca. 10 min) über das Kriegsende in Deutschland und die Wirren der Nachkriegszeit. (s. u. Allgemeine Hinweise, Medien)

  • Lehrerhinweis: Nach zwei Weltkriegen haben die verantwortlichen Politiker dieser Welt beschlossen, Kriege zu verhindern. Das ist zwar bis heute nicht vollkommen gelungen, weil es immer noch gewaltbereite Menschen und Länder gibt. Es gibt aber auch Erfolge. Der größte Erfolg war die Gründung der UNO.
  • In den Siedlinghauser Heimatstuben liegen zu diesem Projekt Unterrichtsmaterialien vor.